Saisonrückblick von Elena Kapsamer

Saisonrückblick von Elena Kapsamer

Die Motocross-Saison 2021 hätte für Elena Kapsamer eine besondere werden sollen und auch können. Verletzungen sind in diesem schnellen Sport an der Tagesordnung. Auch Elena musste beim Grand Prix in der Türkei, ohne dort gestürzt zu sein, verletzungsbedingt die Saisonziele nach hinten stellen.

Hier ein ausführlicher Bericht der Schwanenstädter Vorzeigesportlerin.

Ich habe ein paar Wochen benötigt, um zu verdauen was mir beim Grand Prix in der Türkei passiert ist. In einer 180° High-Speed Kurve musste ich mein rechtes Bein zum Gewichtsausgleich kurz von den Fußrasten geben und habe dabei den Boden berührt. Ich bin weder gestürzt noch habe ich die Kontrolle über meine GasGas MC 250F verloren. Ich habe aber sofort einen extremen Schmerz in meinem rechten Knie verspürt und wusste sofort, dass etwas kaputt gegangen ist. Im Krankenhaus in der Türkei wurde mir noch Hoffnung gemacht, da beim durchgeführten MRT keine Bänderrisse festgestellt wurden. Ich bin dann am nächsten Tag nachhause geflogen und habe in Österreich noch einmal eine Untersuchung meines Knies durchführen lassen. Dort wurde ein Abriss des Vorderen Kreuzbandes und eines Seitenbandes, sowie ein schweres Knietrauma festgestellt.

Wenn ich die Saison 2021 im Nachhinein betrachte, so hatten wir bei der Internationalen Tschechischen Meisterschaft, welche in Europa zu den besten im Damen-Motocross Sport zählt, super Erfolg. Ich konnte von 12 Rennen, an denen ich teilnahm, 8 gewinnen, sowie 3 mal den 2. Platz und 1 mal den 4. Platz einfahren. Damit bin ich sehr zufrieden und habe meine eigenen Erwartungen sogar übertroffen.

In der FIM Weltmeisterschaft hatte ich zwar den Speed um konstant zwischen Position 10 und 15 zu fahren, doch wurde ich immer wieder von eigenen aber in den meisten Fällen von Fehlern anderer Fahrerinnen aus dem Rennen genommen. Wie oben erwähnt, waren aber für mich meine WM-Auftritte mit dem ersten Lauf in der Türkei beendet. Natürlich bin ich mit den Resultaten in der WM gar nicht zufrieden. Ich muss viel mehr Konstanz und Ruhe in mein Fahren bei der WM hineinbekommen. Das ist genau der Punkt, an dem ich jetzt nach meiner Reha arbeiten werde und was mein Ziel für die Saison 2022 sein wird.

Ein Dank geht natürlich an die zahlreichen Sponsoren, ohne die es nicht möglich wäre, diesen Sport auf dem hohen Niveau auszuüben. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich auch für die Saison 2022 auf Eure großartige Unterstützung zählen könnte.

Eure Elena!

 

Quelle/Fotocredit©: 699 EK

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