Mehr Transparenz und bessere Nachvollziehbarkeit bei Medienförderung und Inseratenvergabe

Mehr Transparenz und bessere Nachvollziehbarkeit bei Medienförderung und Inseratenvergabe

Am 12. Jänner 2022 nahmen Bundesministerin Susanne Raab (im Bild) und Klubobfrau Sigrid Maurer am Doorstep vor dem Ministerrat teil

Die Bundesregierung wird einen Prozess zur Neuorganisation der heimischen Medienförderung und Inseratenvergabe einleiten. Das verkündete Medienministerin Susanne Raab vor der Sitzung des Ministerrats am 12. Jänner. Ein besonders wichtiges Anliegen sei ihr dabei eine "klare Trennung zwischen den sogenannten Medienförderungen, also den Strukturförderungen für den Medienstandort Österreich einerseits, und den Kriterien und Prozessen für die Vergabe von Inseraten andererseits". Der präsentierte Ministerratsvortrag beinhalte einen Maßnahmenkatalog, der unter anderem strengere Regeln und mehr Transparenz für Inseratenschaltungen sowie ein einheitliches Medienförderungsgesetz vorsieht und nun in einem Prozess im Austausch mit der Branche evaluiert wird.

Es sei in diesem Zusammenhang wichtig, auf das "legitime Informationsbedürfnis der Bundesregierung und Bundesländer" hinzuweisen, wenn es beispielsweise darum gehe, in Kooperation mit den Medien die Bevölkerung über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie aufzuklären oder auf Gewaltschutzkampagnen und Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen aufmerksam zu machen. "Bei derartigen Informationskampagnen brauchen wir die Medien als Partner." Es sei notwendig, mit Instrumenten wie Medienkooperationen oder Inseraten zu arbeiten, betonte Raab. "Uns geht es nun darum, genau hinzusehen, wie wir solche Prozesse transparenter gestalten können. Denn Nachvollziehbarkeit ist die höchste Prämisse, wenn Steuergeld investiert wird", so die Ministerin.

Evaluierung und umfassender Diskussionsprozess ab Februar
Der im Ministerratsvortrag präsentierte Maßnahmenkatalog werde nun dazu dienen, eine Evaluierung und einen umfassenden Diskussionsprozess anzustoßen. Ab Anfang Februar sollen Vertreterinnen und Vertreter der Medienbranche, der Wissenschaft und der politischen Parteien zu einem ergebnisoffenen Prozess geladen werden, um gemeinsam über Problemfelder und künftige Maßnahmen zu diskutieren. "Am Ende des Prozesses soll dann ein Ergebnis stehen, mit dem die Kriterien für die Vergabe künftig klar geregelt sind und die Zielsetzungen Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit an oberster Stelle stehen", so Bundesministerin Raab abschließend.

Quelle: BKA  //  Fotocredit: BKA/Christopher Dunker

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

© BMF/Hradil

19. 01. 2022 | Blaulicht

90 Stoßzähne von Elefanten durch Zollfahndung in Wien beschlagnahmt

Finanzminister Brunner- „Elfenbein-Handelsverbot in der EU weiterer wichtiger Schritt im Artenschutz“ 

Öffnung – Haltung – Vermittlung – Diversität – Perspektivenwechsel

19. 01. 2022 | Kunst & Kultur

Öffnung – Haltung – Vermittlung – Diversität – Perspektivenwechsel

MAK-Generaldirektorin Lilli Hollein gibt Einblick in ihre Visionen und das Programm 2022

Polizei unterstützt Handel bei 2G-Kontrollen

18. 01. 2022 | Wirtschaft

Polizei unterstützt Handel bei 2G-Kontrollen

 Aggression gegen Beschäftigte nicht tolerierbar

Univ.-Doz. Dr Michael Dworzak  - Top-Experte für Leukämie weltweit

18. 01. 2022 | Gesundheit

Univ.-Doz. Dr Michael Dworzak - Top-Experte für Leukämie weltweit

Univ.-Doz. Dr. Michael Dworzak von objektiver Rankingplattform als Top-Experte für Leukämie ausgezeichnet

Präsentation des Gesetzesentwurfs zur Corona-Impfpflicht

17. 01. 2022 | Politik

Präsentation des Gesetzesentwurfs zur Corona-Impfpflicht

Am 16. Jänner 2022 fand eine Pressekonferenz zum Thema „Präsentation Gesetzesentwurf zur Impfpflicht“ statt. Im Bild Bundeskanzler Karl Nehammer (m.), Bund...