Lockdown - Verordnungslücke verunsichert heimische Friseure

Lockdown - Verordnungslücke  verunsichert heimische Friseure

Rechtssicherheit für Betriebe nötig: Lockdown muss auch für mobile körpernahe Dienstleistungen bei den Kunden zuhause gelten

In den Medien wird transportiert, dass mobile Friseurdienstleistungen bei Kunden zuhause grundsätzlich zulässig sind. Grund hierfür ist eine noch nicht eindeutig geklärte Regelung für Privathaushalte. Diese Rechtsunsicherheit stößt bei den heimischen Friseuren auf Kopfschütteln und großes Unverständnis. „Gleiche Tätigkeiten müssen auch gleich behandelt werden. Es ist nicht einzusehen, dass körpernahe Dienstleistungen im stationären Betrieb, also in den Salons, verboten sind, aber deren Erbringung mobil möglich ist“, macht die Landesinnungsmeisterin der oö. Friseure, Erika Rainer, ihrem Unmut Luft. Auch aus gesundheitlichen Gründen ist es wohl ein Schildbürgerstreich ersten Ranges, wenn alle Kontakte möglichst eingeschränkt werden sollen, und dann mobile Dienstleister von Haus zu Haus ziehen – womöglich mit dem Coronavirus im Gepäck. 

80-prozentige Entschädigung auch für mobile Friseure

„Wir fordern daher ein Verbot dieser Hausbesuche während des verordneten Lockdowns und eine Zuerkennung der 80prozentigen Entschädigung auch für mobile Friseure. Das ist nicht nur im Interesse unserer stationären Friseurbetriebe, sondern auch im Interesse vieler mobil tätigen Friseure, die aus Verantwortung nicht in Privathaushalte fahren möchten, aber dann auch Abgeltung für verlorene Umsätze benötigen“, betont Rainer. 

Apell an Gesundheitsminister: Verordnung rasch reparieren

Volle Unterstützung findet sie in dieser Angelegenheit auch bei Spartenobmann Michael Pecherstorfer: „Unsere Betriebe brauchen dringend Rechtssicherheit und wir alle brauchen eine rasche Eindämmung der hohen Fallzahlen, um ehestmöglich wieder für unsere Kunden dasein zu können. Und das erreichen wir definitiv nicht mit Friseurdienstleistungen und Kosmetik im Umherziehen. Pecherstorfer und Rainer apellieren daher an den Gesundheitsminister, diese Lücke im Verordnungstext rasch zu schließen.

Quelle: WKOÖ  //  Fotocredit: Symbolfoto

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Arbeitslosenquote aktuell niedriger als vor der Krise

23. 07. 2021 | Wirtschaft

Arbeitslosenquote aktuell niedriger als vor der Krise

Im Bezirk Gmunden herrscht wieder Vollbeschäftigung. Im Juni standen rund 43.700 Personen in Beschäftigung. Die Arbeitslosenrate lag im vergangenen Monat b...

Salzkammergut profitiert von Glasfaser-Investitonen

21. 07. 2021 | Wirtschaft

Salzkammergut profitiert von Glasfaser-Investitonen

Setzen sich für den Breitbandausbau im Salzkammergut ein: Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landtagsabgeordneter Rudolf Raffelsberger 

Stefan Moidl, Hannes Hohensinner, Joachim Payr 
© IGW

20. 07. 2021 | Politik

Oberösterreich Schlusslicht beim Klimaschutz

Oberösterreich muss Klima-Masterplan überarbeiten, Klimaneutralität 2040 festlegen und Windkraftausbau ermöglichen. Linz - Laut einer aktuellen Studie...

OÖs bester Rauchfangkehrerlehrling kommt aus Ebenseer Traditionsbetrieb

15. 07. 2021 | Wirtschaft

OÖs bester Rauchfangkehrerlehrling kommt aus Ebenseer Traditionsbetrieb

Mit Stefan Schulz trug ein junger Mann aus dem Salzkammergut den Sieg beim oö. Landeslehrlingswettbewerb der Rauchfangkehrer davon

16 frischgebackene Kindergarten,- Hort- und Krabbelstubenhelferinnen

13. 07. 2021 | Wirtschaft

16 frischgebackene Kindergarten,- Hort- und Krabbelstubenhelferinnen

Grund zur Freude - die erfolgreichen Absolventinnen mit ihren Trainerinnen