Drei Zug-Haltestellen zwischen Bad Ischl und Ebensee stehen vor der Schließung

Drei Zug-Haltestellen zwischen Bad Ischl und Ebensee stehen vor der Schließung

v.l.n.r.: Irene Haubenhofer, Judith Schwaiger, Thomas Sigl, Bettina Zopf

In einer Kundmachung verlautbarte die ÖBB, dass die über 400 Jahre alten Bahnhaltestellen Mitterweißenbach, Langwies/Traun und Lahnstein Ende 2021 geschlossen werden sollen. Ein Eingriff, mit dem man vor allem die Gemeindebürgerinnen und Bürger vor vollendete Tatsachen stellt! Für zahlreiche Eltern von Schülerinnen und Schülern aus diesen ländlichen Gebieten, die jetzt schon auf eine Busverbindung verwiesen werden, stellt dies vor große Herausforderungen dar. So benötigt ein Schüler rund 15 Minuten bis zur Zielhaltestelle – jetzt jedoch bis zu einer Stunde. Begründung der Schließung ist die Zeitersparnis auf der Strecke Bad Ischl - Gmunden - Bad Ischl . Dazu eine der Mitinitatorinnen, Irene Haubenhofer: 

„Aufgrund von Kreuzungsbereichen bei den zu schließenden Haltestellen stehen die Züge trotzdem. Nur ein- und aussteigen darf niemand? Das verstehen wir Anrainer ganz und gar nicht,“ erklärt Irene Haubenhofer.


Diese Aspekte, sowie das wichtige Thema Klimaschutz und Tourismus hat Nationalratsabgeordnete Bettina Zopf zum Anlass genommen, um eine Petition bei Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka einzureichen. Grundlage der Petition ist eine Unterschriftenaktion zur Erhaltung der Bahnsteige. Bei dieser wurden im Jahr 2020 rund 900 Unterschriften gesammelt, die bestätigen, wie wichtig diese Infrastruktureinrichtungen für die Ortsteile sind. Eine Bürgerversammlung zählte über 110 vorwiegend junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für den Erhalt der Haltestellen tatkräftig einsetzen. Es kann wohl nicht sein, dass damit wieder viele Bewohnerinnen und Bewohner gezwungen werden, in den PKW zu steigen und die so schon völlig überlastete B145 zu benützen. Auch im Hinblick auf die Kulturhauptstadt 2024 muss das Salzkammergut Zeichen im Sinne des klimafreundlichen Personentransportes setzen.

 „Die Bahnstrecken werden auch oftmals von Skifahrern, Bergsteigern und Kurgästen genutzt. Dadurch ist eine effiziente Nutzung in mehreren Bereichen möglich“, so einer der Initiatoren Thomas Siegl.

„Noch ist es nicht zu spät. Wir müssen es zumindest versuchen, die vorhandenen Ressourcen zu nützen um das Bestmögliche für alle Betroffenen daraus zu machen!“, so die Abgeordnete zum Nationalrat Bettina Zopf.

Die kommenden Verhandlungen im Petitionsausschuss werden zeigen, ob die Bemühungen auf Bundesebene Gehör finden.

Quelle/Fotocredit: Paul Kruppa

 

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